Deutsch-Italienische Zusammenarbeit zu Corona-Zeiten I Besuch aus Bergamo

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Außergewöhnliche Zeiten fordern außergewöhnliches Engagement.

Prof. Becker und Prof. Sebastian Stehr von der Universität Leipzig und seine Kollegen aus Bergamo organisierten den Transport der ersten 4 Patienten nach Leipzig. Am Ende waren es 14 Patienten, die in Krankenhäusern in Dresden, Coswig, Park Krankenhaus Leipzig, Chemnitz und Bergmannstrost (Halle/Saale) aufgenommen wurden. Diesem ersten Beispiel folgten viele andere Bundesländer. Mehr als vierzig intensivpflichtige Patienten konnten durch den italienischen Katastrophenschutz und regionale Notfallzentren nach Deutschland transferiert werden.

Zehn der 14 in Sachsen und Sachsen/Anhalt behandelten Patienten konnten nach Italien zurückkehren. Die Kosten für die Behandlung der Patienten übernahm schlussendlich der Bund. Den Patienten konnte durch diese europäische Zusammenarbeit das Leben gerettet und ein Präzedenzfall geschaffen werden, um in Notfällen eng zusammenzuarbeiten.

Am 31.07.2020 erreichten zwei Männer aus Bergamo (Fulvio Luraschi 74 Jahre und Emilio Maino 57 Jahre) mit dem Fahrrad Leipzig, um sich im Herzzentrum/Parkkrankenhaus und am Universitätsklinikum bei den behandelten Ärzten im Namen von Felice Perani, dem ersten Covid-19 Patienten aus Italien, zu bedanken. Es sollte ein besonderes Zeichen der Dankbarkeit gesetzt werden.

 

Anschließend besuchten Sie das Italienische Honorarkonsulat in Leipzig, um auch persönlich bei Prof. Dr. Dietger Niederwieser Ihren Dank für sein Engagement auszusprechen. Bei dieser Gelegenheit wurde gleichzeitig noch ein Dankesbrief des Bürgermeisters von Bergamo Giorgio Gori an unseren Bürgermeister Burkhardt Jung überreicht.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien zeigt gelebte europäische Solidarität in dieser äußerst schwierigen Situation und macht Hoffnung auf die Zukunft. Krisen lassen sich nur gemeinsam lösen.